Ich male mir den Winter

Das gleich­na­mige Gedicht von Josef Gug­gen­mos ist gera­dezu ideal geeig­net, um die Kin­der hand­lungs­ori­en­tiert erle­ben zu las­sen, was ein Gedicht sein kann:

Ein Bild — gemalt mit Worten 

Ich habe es mit mei­nen klei­nen „Bären“ in Klasse 1 aus­pro­biert. Die­ses Gedicht bie­tet sich aber auch für Klasse 2 an, wenn die Kin­der bereits über eine etwas bes­sere Schreib­kom­pe­tenz ver­fü­gen. Und so bin ich vor­ge­gan­gen:

Zunächst habe ich den Anfang des Gedich­tes den Kin­dern als Tafel­text präsentiert:

Ich male ein Bild,
ein schö­nes Bild,
ich male mir den Win­ter.
Weiß ist das Land, …

Dass das Land weiß sein sollte, weil es geschneit hat, kön­nen die Kin­der gut nach­voll­zie­hen. Aber was müsste sonst noch auf einem schö­nen Win­ter­bild zu sehen sein? Die Kin­der dür­fen sich in Grup­pen bespre­chen. Dann tra­gen wir die vie­len Ideen münd­lich zusammen.

Ich lese noch ein­mal die Tafel­an­schrift vor und erzähle den Kin­dern, dass diese Worte von dem Dich­ter Josef Gug­gen­mos sind, und dass der auch ein Win­ter­bild gemalt hat — aller­dings mit Wor­ten. „Das nennt man ein Gedicht.“

Ihr seid sicher neu­gie­rig, was sonst noch auf dem Bild zu sehen ist. Aber bevor ich euch das voll­stän­dige Gedicht von Herrn Gug­gen­mos vor­lese, bin ich neu­gie­rig, was auf eurem Win­ter­bild zu sehen ist. Was ist euch wich­tig? Was gehört für euch unbe­dingt zum Win­ter dazu?  Ich habe für euch ein Arbeits­blatt vor­be­rei­tet, da ist noch viel Platz, um euer Win­ter­bild mit Wor­ten zu Ende zu malen. Beginnt für jede Idee eine neue Reihe.“

So ent­lasse ich die Kin­der in den Schreib­an­lass. Allen Kin­dern fällt etwas ein. Auch schwä­chere Kin­der sind so moti­viert, dass sie sich zum ers­ten Mal etwas umfang­rei­cher schrift­lich mit­tei­len. Gegen Ende des Gedich­tes gibt es dann noch einen Satz­an­fang aus dem Gug­gen­mos­ge­dicht, den die Kin­der pas­send zu ihrem Gedicht ergän­zen. Sie sind sich alle sicher, dass ihr Bild Freude her­vor­ruft und zum Mit­ma­chen reizt.

Nach­dem sie ihre Gedichte vor­ge­tra­gen haben, wol­len sie auch das Bild von Herrn Gug­gen­mos hören. Ihre Ver­mu­tun­gen, warum die­ses Bild so ganz anders aussieht?:

Der Gug­gen­mos ist wahr­schein­lich schon erwach­sen. Der hat nicht mehr soviel Zeit, im Schnee zu spie­len. Daher friert er bloß, wenn er den Win­ter sieht.“ Zwei Kin­der sehen aber auch etwas Posi­ti­ves in sei­nem Bild: „Wenn alles ganz weiß ist, dann wirkt es auch ruhig. Das ist eine schöne Stimmung.“

Natür­lich kann man anschlie­ßend auch noch Win­ter­bil­der mit Jaxon — Kreide oder mit Zucker — Kreide auf grauem Ton­pa­pier malen. Dadurch lockt die „Gedichte — Aus­stel­lung“ auf dem Flur mehr Leser an.

Arbei­ten mei­ner Kinder

Gedicht von Constantin

Gedicht von Leonie

Down­load: Schreib­vor­lage (269.0 KiB)

Down­load: Guggenmos-Gedicht Ich male mir den Win­ter (269.0 KiB)

Ein Gedanke zu “Ich male mir den Winter

  1. Ist es nicht ein biss­chen grau­sam, dass die­ser Bei­trag immer noch ganz oben in der Sta­tis­tik der abge­ru­fe­nen Sei­ten auf­taucht? Früh­ling wo bist duuuu!!! Wir brau­chen eine schöne Franz-Frühlings-Kopiervorlagen-Idee!!!

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