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Von | 2017-09-05T15:47:03+00:00 8. September 2017|Zebra im Klassenzimmer|0 Kommentare

Na, heute schon gelobt?

Dass Lob sich auf die Motivation auswirkt, kenne ich von mir selbst. Lob verleiht mir eine positive Verstärkung und mit Lob gehen ungeliebte Arbeiten gleich viel leichter von der Hand. Lob als Ansporn den inneren Schweinehund zu überwinden oder aber überraschend nach getaner Arbeit tun (nicht nur) der (Lehrer-)Seele gut.

Dann stehe ich wieder vor der Klasse und damit vor vielen Individuen, die mich in ihrer Persönlichkeit und ihrem Handeln herausfordern. Ich denke mir: Warum braucht Schülerin M. schon wieder drei Mal länger Zeit, diese wenigen Wörter abzuschreiben? – Doch wenn ich meinen Blickwinkel ändere sehe ich: Sie arbeitet dabei hochkonzentriert. Nur nicht stören! Oder: Warum muss Schüler J. zum zweiten Mal in dieser Stunde schon auf die Toilette gehen? Ich überdenke meine Stundenplanung und stelle fest: Ganz schön viel anstrengender Frontalunterricht, eine Bewegungspause zwischendurch wäre mal gut gewesen. Die hat sich J. nun einfach selbst geholt und konnte zwischendurch etwas abschalten und neue Energie tanken.

Im Unterricht fällt mir im Gewusel des Alltags das Loben doch manchmal schwer. Wie gut, dass es jetzt die Zebra-Lobkärtchen gibt. Sie erinnern mich daran, genauer hinzusehen, was die kleinen Helden von morgen vor meinen Augen schon alles bewältigen.

Dabei kann ich (z.B. gemeinsam mit den Kindern) für die einzelnen Kärtchen „Ziele“ festsetzen oder sie individuell vergeben. Denn eine „Tolle Leistung!“ sieht bei jedem Schüler doch ein kleines bisschen anders aus. Die Kärtchen sollen Kraftakte der Schüler positiv verstärken und sie motivieren, so weiterzumachen – sei es im schulischen Bereich („Das klappt immer besser!“) oder auch im Miteinander („Danke für deine Hilfe!“).

Und zuletzt: Ganz wichtig ist es auch für uns Lehrer, sich immer mal wieder zurückzulehnen und dabei meditierend das Lobkärtchen „Du hast dir eine Auszeit verdient!“ anzusehen – und umzusetzen. 😉

Viele Freude und schöne Überraschungsmomente wünscht

Sonja

Übrigens, loben können auch schon die Kleinsten: Mit der Komplimentebox funktioniert das prima!


Anleitung:

Das Sammelheft einfach doppelseitig kopieren und zum Din A5-Heft in der Mitte falten. Sobald ein Kind ein Lobkärtchen erhält, klebt es dieses in sein Sammelheft. Wenn das Lobkärtchenheft voll ist, gibt es eine Belohnung, wie z.B. „1 x keine Hausaufgaben“, „1 Spielwunsch in der Bewegungsstunde“ oder eine Überraschung aus der Geschenkebox.

Sammelheft für Lobkärtchen
Zebra Lobkärtchen